Mutausbruch

Meine „Zufallsprodukte“ genannten Werke entstehen aus dem Bauch heraus. Schwung für Schwung, ohne Ziel und ohne Wollen. Fließend. Und doch schließlich ein Werk. Diese beiden habe ich auch in Worte gekleidet.

Mut.
Mut ist, wenn du leise bei dir bleibst, auch wenn die Welt um dich herum laut ist.
Mut ist, wenn du dich ohne Maske zeigst.
Mut ist, wenn du in deiner Herzenergie bleibst, auch wenn es dich verletzlich machst.
Mut ist, wenn du dich traust, zu Träumen und zu Lieben, ohne Garantie auf Resonanz.

M. Sies/Ideenfülle/Zufallsprodukte

Inner Core – Geschichte eines Bildes

Es gibt ein Bild, das mich schon lange begleitet und im Entstehen ist. Sie ist schon einmal mit mir umgezogen und ist weiter im Werden. Das ist ihre Geschichte.

Sie ist geboren aus der Erde, als zarte Faser eines Keimes, der sich in den Himmel reckt.

Die Wurzeln greifen in die Erde. Verankerung. Die Krone schwingt sich in den Himmel. Vertrauen. Zwischen beiden Polen ein Fluss aus Wachsen, Fühlen und Erfahren.

Sie wächst mit dem Ganzen, Jahr führ Jahr. Aus sich selbst heraus. Dabei Verbunden mit sich, ihrem großen Ganzen und der Schöpfung um sie herum. Elemente und Besucher hinterlassen ihre Spuren. Außen wie innen.

Erinnerung für Erinnerung, Erfahrung für Erfahrung. Sie hinterlassen eine fließende Marmorierung, die nur sie in sich trägt. Ihr Kern.

Ideenfülle/M. Sies „Inner Core“

Dann kommt die Veränderung. Die Wucht trennt sie von ihren Wurzeln, ihrem Platz. Heraus aus ihrem Ganzen. Sie soll Teil von etwas anderem werden. Eines von vielen Teilen in einem Werk. Ein Schiff, das durch die Wellen und den Wind pflügt. Sie soll neu geformt und zurechtgebogen werden, um zu passen für diese Aufgabe.

Doch dabei bricht sie. Nahe an ihrem Kern. Da steht sie nun, unbrauchbar für den neuen Zweck. Eine ganze Weile steht sie nur da. Nach allem was war und ohne etwas, das kommt. Sie spürt den Riss, der ihren Kern begrenzt. Sie lässt ihn da sein.

Eine Weile zeigt sich nur der Riss. Doch dann, bei genauem Hinsehen und -fühlen, ist da noch mehr. Farben beginnen zu fließen und sie werden sichtbar, die feinen, fließenden Linien ihres Kerns. Sie schmiegen sich an den Riss, er ergänzt sie. Wird zu einem Teil ihres Kerns. Vielleicht ist er nicht mehr heil, aber vollkommen. Bereichert durch eine neue Nuance.

Ideenfülle/ M. Sies „Inner Core“

Sie verändert ihre Gestalt. Hat es schon immer getan. Und sie wird es immer wieder tun. Ich beschäftige mich damit. Mit ihr. Halte Zwiesprache. Bilde mir ein, ihr Wesen mit Farben zu malen. Sie bleibt schwer fassbar.

Manchmal denke ich, sie müsste sich doch jetzt vollenden lassen. ICH müsste sie vollenden. Aber ich will beweglich bleiben, mit ihrer Unfassbarkeit spielen. Ich lege mein Wollen und die Farben beiseite, gebe ihr eine Gestalt aus Worten. Vielleicht wird sie nie fertig. Aber vielleicht geht es darum auch nicht.

Ideenfülle/Manuela Sies „Inner Core“

Ab durch’s Tor….

Auf der Schwelle ins neue Jahr stehend, ein spätes Frühstück…. Gemütlich… Im Radio Menschen, die auf die Frage nach ihren Feierplänen für Silvester antworten…

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Neuland: Die erste Ausstellung

Mit Gewusel ohne Namen fing das Jahr an. Diesem Gefühl, dass Neues ansteht. Etwas, das noch keinen Namen hat. Obwohl ich diese Vorahnungen von mir kenne, kam die erste Neuerung doch unerwartet: Meine erste Ausstellung.

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