Fundstückgeschichte: Ella schwebt

Diese Geschichte ist nicht nur ein Fundstück, sondern auch eine Begegnung. Und sie wollte undbedingt in die Welt: Ich hatte begonnen sie zu schreiben – und sie dann in den Wirren des Alltags vergessen. Bis mir tagelang immer wieder ein Name mit vier Buchstaben begenete: in Büchern, als Graffitto, als Autokennzeichen (nicht gelogen!). Schließlich hab ich sogar davon geträumt. Gut, Universum, ich habe verstanden. Hier ist Ellas Geschichte.

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Zufallsgedicht: Tatzenabdrücke

Mitten im Wandel, der gerade mein Leben ist, sitze ich manchmal da und spiele. Lasse Worte und Farben ausdrücken, was raus möchte. Manchmal in Zufallsgedichten, gemacht aus gefundenen Worten.

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Stille Kriegerin

Sie steht da, vor dem Leben.

Mit allem was sie ist und nicht ist. Hat fremde Hüllen fallen lassen.

Sie steht da, barfuß auf der Erde, die Haare im Wind. Schaut gleichzeitig in die Welt und horcht nach innen, in ihr Herz.

Ihre Kraft ist das Erdig-Fließende. Sie sieht Verbindungen, feine Nuancen. Nimmt Energien und erschafft daraus etwas Neues.

Sie ist fließend wie das Wasser, sucht sich klar ihren Weg. Sie ist schöpferisch wie die Erde, lässt aus sich heraus Neues wachsen.

Manchmal ist sie still, ruhig an der Oberfläche. Aber sie entfacht das Feuer, wenn sie es braucht. Eine Löwin, die sich leidenschaftlich ihren Weg bahnt.

Entstanden zum Zufallsprodukt „Stille Kriegerin“. Zeichnung und Text: Manuela Sies (2021)

Pistaziensommer

Das Nachtgelächter aus fremden Gärten läutet den Pistaziensommer ein. Leben. Das Herz und die Seele atmen auf. Licht und Wärme tanken, die Haut riecht nach Sonne und Meersalz. Alles ist farbensatt und duftschwanger und lebt.

Das Gesicht wendet sich der Sonne zu. Die Haare werden ganz hell und wehen im Wind oder treiben im Wasser. Die Hände sammeln Kräuter und Beeren und Blumen, manchmal Muscheln. Oder sie hängen faul aus der Hängematte. Barfuß durch kurzes Gras gehen. Füße, die Halme spüren und darunter die warme, trockene Erde. Erdbeersaft sammelt sich auf der Zunge, mogelt sich in Mundwinkel. Eis tropft aus der Waffel.

Es wird gefühlt nie dunkel, nur die Vögel sagen „Guten Morgen“ oder „Gute Nacht“. Lange draußen bleiben, bis die Luft sich kühl auf die Arme legt. Kerzenschein, vielleicht ein Feuer. Sternegucken. Geschichten, die nur in der blauen Stunde erzählt werden.

Wild.Frei.

Entstanden bei einem der wunderbaren Online-Schreibworkshops von Marion und ihrer Werkstatt Freude. Mit Wortgeschenken von Ulrike und Marion – danke dafür, ihr wisst welche 😉

Mutausbruch

Meine „Zufallsprodukte“ genannten Werke entstehen aus dem Bauch heraus. Schwung für Schwung, ohne Ziel und ohne Wollen. Fließend. Und doch schließlich ein Werk. Diese beiden habe ich auch in Worte gekleidet.

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Ein Freund

Heute hopse ich über eine Schwelle und teile etwas Zartes, kreativ Geschriebenes mit euch.

Tanz leuchtet.

Er summt wie eine Hummel, saust wie der Wind, flüstert ins Lautlose.

Tanz ist süß und bitter und salzig zugleich.

Er duftet wieder Garten nach dem Sommerregen. Satt und würzig.

Tanz berührt dich sanft, dann wieder stuppst er dich. Bis er dich umarmt. Warm.

Ein Freund.

M. Sies/Ideenfülle

Ein Sinnesgedicht, geschrieben in einem Workshop bei Marion vom Findesatz-Blog, in ihrer „Werkstatt Freude“.